Ein Relaunch ist mehr als ein neues Design. Er betrifft URLs, Inhalte, Technik und oft die Sichtbarkeit bei Google. Wer das mitplant, spart später Aufwand – wer es überspringt, merkt es meist nach dem Launch.
Wann ist ein Relaunch sinnvoll?
Typische Signale – einzeln oder kombiniert:
Design wirkt veraltet
Farben, Typografie oder Layout passen nicht mehr zur Marke – Besucher merken das in Sekunden.
Mobile funktioniert schlecht
Texte zu klein, Buttons schwer erreichbar, Layout bricht – ein großer Teil des Traffics kommt vom Smartphone.
Anfragen bleiben aus
Traffic da, aber Kontaktformular, Telefon oder CTA werden selten genutzt. Oft liegt es an Struktur, nicht am Design allein.
Inhalte sind verstreut
Neue Leistungen fehlen, alte Produkte stehen noch online, Navigation passt nicht mehr zum Angebot.
Technik bremst
Langsame Ladezeit, veraltetes CMS, Sicherheitsupdates fehlen – das schadet Nutzern und Sichtbarkeit.
Google findet wenig
Wichtige Seiten ranken nicht, falsche URLs indexiert, Redirects fehlen – oft nach Jahren ohne Struktur-Pflege.
Wann reicht eine Überarbeitung?
Nicht jede Schwäche braucht einen Full Relaunch. Oft reicht:
- Einzelne Seiten aktualisieren statt alles neu bauen
- Design-Feinschliff ohne URL- oder CMS-Wechsel
- Performance-Optimierung am bestehenden Stack
- Content-Bereinigung und bessere interne Verlinkung
Im Erstgespräch klären wir, ob Relaunch oder punktuelle Maßnahmen sinnvoller sind – ohne automatisch alles neu zu verkaufen.
Was vor dem Relaunch analysiert werden sollte
- Welche Seiten Traffic und Anfragen bringen – und welche nicht
- Technischer Zustand: Ladezeit, Mobile, Indexierung, Sicherheit
- Bestehende URLs, die Google kennt und die verlinkt sind
- Inhalte: was bleibt, was wird neu, was entfällt
- CMS und Hosting: passt das System noch zu den Anforderungen?
- Tracking: messen Sie heute, was nach dem Relaunch zählen soll
SEO, URLs und Weiterleitungen
Google kennt Ihre bestehenden URLs. Ändern sich Pfade, muss klar sein, wohin der Inhalt wandert. Mehr dazu als Leistung: SEO bei Niwero.
URL-Mapping
Jede alte URL bekommt ein Ziel – idealerweise 301 auf die inhaltlich passende neue Seite, nicht pauschal auf die Startseite.
Redirects testen
Weiterleitungsketten vermeiden. Alte Links, Lesezeichen und Backlinks müssen funktionieren.
Indexierung steuern
Neue Seiten indexierbar, Testumgebungen noindex, Sitemap aktualisiert.
Search Console
Nach Launch: Crawling beobachten, Fehler beheben, wichtige Queries im Blick behalten.
So läuft ein Relaunch ab
- Bestand analysieren. Technik, Inhalte, URLs, Ziele – ehrlich, ohne alles neu machen zu wollen.
- Struktur planen. Sitemap, Navigation, Seitentypen. Suchintention pro URL.
- Design & Inhalte. Neues UI, überarbeitete Texte, Migration bestehender Inhalte.
- Technik & SEO. CMS, Redirects, Performance, Schema, Tracking.
- Launch & Nachkontrolle. Go-live, Redirects prüfen, Search Console, erste Wochen beobachten.
Typische Fehler
- Neue URLs ohne Redirect-Plan – Rankings und Backlinks gehen verloren
- Alles auf die Startseite umleiten – Google wertet das als Soft-404
- Staging-Seite versehentlich indexiert
- Inhalte 1:1 kopiert statt Suchintention neu zu sortieren
- Launch ohne getestetes Mobile und Formulare
- Kein Tracking nach dem Relaunch – Erfolg nicht messbar