»Frequenz«

Nico Held25. Juli 2025

Frequenz (Frequency) bezeichnet in der Werbung, wie oft eine Person dieselbe Anzeige oder denselben Inhalt in einem Zeitraum sieht. Eine Frequenz von 3 bedeutet: Im Schnitt wurde die Anzeige pro Nutzer dreimal eingeblendet. Frequenz steuert, ob jemand eine Botschaft oft genug sieht, um sie zu verinnerlichen – oder ob er überflutet wird und genervt reagiert. Sie ist die Balance zwischen Erinnerung und Überdruss.

Zu niedrige Frequenz: Die Botschaft verpufft, niemand erinnert sich. Zu hohe Frequenz: Werbung wirkt aufdringlich, Nutzer blockieren oder entwickeln negative Gefühle zur Marke. Die optimale Frequenz hängt von Ziel, Format und Kanal ab. Bei Retargeting setzt man oft Frequenzlimits (z. B. maximal 5 Einblendungen pro Woche), um nicht zu stören. Bei Brand-Kampagnen kann eine höhere Frequenz gewollt sein.

In Werbetools (Google Ads, Meta, Programmatic) lässt sich Frequenz begrenzen oder auswerten. So behält man die Kontrolle und kann reagieren, wenn die Frequenz zu hoch wird oder die Performance nachlässt. Frequenz und Reichweite hängen zusammen: Bei gleichem Budget bedeutet mehr Frequenz weniger Reichweite und umgekehrt.

Frequenz ist die Dosis der Werbung. Wer sie bewusst steuert, bleibt sichtbar – ohne zu nerven.

Frequenz antwortet auf die Frage: Wie oft darf ich dieselbe Person erreichen? Die richtige Antwort schützt die Beziehung und die Wirkung.

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