»Attribution«

Nico Held08. Juli 2025

Attribution (Zuordnung) beschreibt die Frage: Welcher Kanal oder welcher Touchpoint hat zur Conversion beigetragen? Ein Kunde hat vielleicht zuerst über Google gesucht, dann den Newsletter gelesen, dann eine Anzeige gesehen und schließlich gekauft. Wem „gehört“ der Umsatz? Ohne Attribution landet oft alles beim letzten Klick (Last-Click) – der Kanal, der unmittelbar vor der Conversion stand. Das unterschätzt die Rolle von SEO, Content oder Branding, die früher in der Customer Journey wirkten.

Attributionsmodelle verteilen den Wert auf die Touchpoints: Last-Click (alles dem letzten Kanal), First-Click (alles dem ersten), linear (gleichmäßig auf alle), zeitbasiert (neuere Touchpoints stärker) oder datenbasiert (modellgestützt). Jedes Modell hat Vor- und Nachteile; die Wahl hängt von der Customer Journey und den Entscheidungsfragen ab. In Analysetools wie Google Analytics können verschiedene Modelle verglichen werden.

Attribution ist nie perfekt: Cookies laufen aus, Nutzer wechseln Geräte, nicht alle Touchpoints sind messbar. Dennoch hilft sie, die Wirkung von Kanälen realistischer einzuschätzen. Wer sie nutzt, vermeidet die Illusion, nur der letzte Klick zähle – und kann Budget und Strategie besser auf die gesamte Journey verteilen.

Attribution macht die Customer Journey sichtbar. Sie zeigt, wer wann zum Erfolg beiträgt – und hilft, Marketing gerecht zu bewerten.

Attribution antwortet auf die Frage: Wem verdanken wir den Kunden? Die Antwort steuert, wo du investierst.

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