»Above the Fold«

Nico Held05. März 2025

Above the Fold bezeichnet den Bereich einer Webseite, der ohne Scrollen sichtbar ist – also das, was „oben“ erscheint, sobald die Seite geladen ist. Der Begriff stammt aus der Zeit der Zeitungen: Was über der Mittelfalte lag, sah der Kunde zuerst am Kiosk. Im Web entscheidet die Bildschirmgröße und Auflösung, wie viel „above the fold“ ist. Was dort steht, bekommt die meiste Aufmerksamkeit.

Nutzer entscheiden in Sekunden, ob sie bleiben oder abspringen. Die Headline, der erste Abschnitt, ein klarer Call-to-Action oder ein prägnantes Bild im sichtbaren Bereich können den Unterschied machen. Wenn das Wichtigste erst nach mehrfachem Scrollen kommt, geht ein Teil der Besucher verloren, bevor sie es sehen. Above the Fold ist deshalb der wertvollste Platz der Seite – er sollte bewusst genutzt werden.

Das heißt nicht, dass alles in den oberen Bereich gepresst werden muss. Überladene Startbereiche überfordern; klare Hierarchie und Fokus sind wichtiger. Die Frage ist: Was ist die eine Botschaft oder Aktion, die sofort ankommen soll? Der Rest kann darunter folgen. Auf Landingpages wird oft genau ein Nutzenversprechen und ein CTA above the fold platziert.

Auf mobilen Geräten ist der sichtbare Bereich kleiner – weniger Inhalt passt „above the fold“. Responsives Design und getestete Breakpoints sorgen dafür, dass die wichtigsten Elemente auch auf dem Smartphone sofort sichtbar und wirksam sind. Wer seine Seiten mit verschiedenen Auflösungen prüft, vermeidet, dass zentrale Botschaften auf kleinen Screens untergehen.

Above the Fold ist keine starre Regel, sondern eine Erinnerung: Der erste Eindruck zählt. Wer diesen Bereich bewusst gestaltet, erhöht die Chance, dass Nutzer dableiben, weiterlesen und die gewünschte Aktion ausführen.

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